Klinische Bewertung von L-Mesitran®, einer Wundsalbe auf Honigbasis
J.A.J. Vandeputte, RN, MA, und P.H. Van Waeyenberge, RN, MA
Zusammenfassung
Es wurden 85
Fallstudien, die vollständig durch Fotos
belegt sind, untersucht, um ein eindeutiges Bild
von der Wirkung der L-Mesitran®-Salbe zu erhalten.
Diese Wundsalbe auf Honigbasis ist neu auf dem Markt.
Klinische Daten standen bisher nicht zur Verfügung.
Mit Hilfe einer kostenlosen Software zur Erfassung
von Wunden wurden sämtliche Daten verschiedener
Standorte zwecks Analyse der Wunddaten auf einheitliche
Weise gesammelt.
Abhängig von dem zugrunde liegenden Krankheitsbild verheilten die Wunden innerhalb einer durchschnittlichen Heilungszeit von 32 Tagen. Aufgrund der geringen Anzahl Fälle je Krankheitsbild und der Vielfalt innerhalb der verschiedenen Krankheitsbilder lassen sich die Ergebnisse kaum eindeutig und vollständig auswerten.
Ein Vergleich mit einer ähnlichen einheitlichen Datenbank mit Fotomaterial anderer Wundverbände zeigt, dass die Heilung bei Verwendung der Honigsalbe 33 % schneller eintritt als bei Verwendung anderer High-Tech-Verbände.
Dieses Ergebnis ist vermutlich auf das sehr schnelle Debridement und die antibakertielle Aktivität der Salbe zurückzuführen. Die wichtigste Schlussfolgerung lautet, dass die Honigsalbe mindestens so gut ist wie andere vergleichbare High-Tech-Wundverbände.
Wiederentdeckung
des Honigs
Die moderne Wundpflege
wurde durch das Aufkommen von Antibiotika in den
50er Jahren des vorigen Jahrhunderts revolutioniert
und orientierte sich später durch die Entwicklung
ausgefeilter, innovativer Wundverbände auf die
Beibehaltung einer feuchten Heilungsumgebung. In
der Schulmedizin führten diese Verbesserungen
zusammen mit nachweisorientierter klinischer Praxis
zum Verschwinden zahlreicher empirischer Therapien.
Honig trat in den Hintergrund, weil die Belege für
seine Wirksamkeit bei der Wundbehandlung größtenteils
aus Momentaufnahmen bestanden. Auch wenn zahlreiche Ärzte heute noch skeptisch
sind, häufen sich die Hinweise darauf, dass
Honig bei der Wundpflege bedeutende Vorteile bietet.[1]
Die antibakterielle Wirkung von Honig ist sehr gut dokumentiert. [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11]
Viele dieser Berichte zeigen, dass mit Honig behandelte Wunden innerhalb von sieben bis zehn Tagen steril werden. Diese Beobachtung konnte allerdings nicht durch persönliche Beobachtungen bestätigt werden. Honig kann jedoch die Enterococcus-Art und P. aeruginosa von multiplen, infizierten, nicht heilenden Beingeschwüren infolge von Meningokokken-Septhämie [12] entfernen.Dabei verschwindet zudem der unangenehme Geruch und werden die Schmerzen gelindert.
Die bemerkenswerteste Wirkung von Honig beim Patienten besteht in der schnellen Bildung von Granulationsgewebe, das den Übergang von einer chronischen Entzündung zur Wiederherstellung der Wunde markiert, gefolgt vom Abklingen der Infektion. [13] [14] [15] [16]
Eine vollständige Übersicht über die Vorteile von Honig in der Wundpflege ist dem Artikel von P. Molan zu entnehmen. [17]
Es ist offensichtlich, dass Honig als High-Tech-Verband der Natur gelten kann. Allerdings ist Honig keineswegs benutzerfreundlich. Sogar im alten Ägypten und später im Mittelalter wurde Honig mit Fett oder anderen Zutaten vermischt.[18] Vor kurzem hat das niederländische Unternehmen Triticum eine neue Salbe auf Honigbasis, L-Mesitran®, entwickelt. L-Mesitran® besteht aus Honig (bestrahlt), Medilan (geringfügig allergenes Lanolin mit FDA-Zulassung), Sonnenblumenöl, Lebertran, Ringelblumenextrakt, Aloevera, Vitamin C und E sowie Zinkoxid. Diese Salbe ist mit der CE-Kennzeichnung versehen und steril. Es wurde ein geprüfter Eignungstest zur Feststellung der antibakteriellen Aktivität der Salbe in vitro durchgeführt. In 4 getrennten Testschalen wurden 1,7 x 106 Staphylococcus aureus, 2,6 x 105 Pseudomonas aeruginosa, 3,1 x 105 Candida albicans und 1,1 x 105 Aspergillus niger gemischt.
28 Tage lang wurden Präsenz und Aktivität von Mikroorganismen untersucht. Schon nach 48 Stunden waren nur noch 1,6 x 104 Staphylococcus aureus vorhanden; das bedeutet einen Rückgang um den Faktor 100. Nach sieben Tagen war keinerlei Staphylococcus aureus mehr festzustellen. Das blieb auch bis zum Ende des Tests so. Dieser Test beweist, dass es selbst bei einem sehr hohen Verschmutzungsgrad nicht zum Wachstum von Mikroorganismen kommt. Bei Pseudomonas aeruginosa war ein schnellerer Abbau zu beobachten (nach 48 Stunden 2,3 x 10², 12 Stunden später konnte kein messbares Ergebnis mehr festgestellt werden). Das auffälligste Ergebnis in vitro war bei Candida albicans und Aspergillus niger zu beobachten: Sie waren nach 48 Stunden verschwunden.
Der Literatur ist zu entnehmen, dass Honig Pilze nicht immer im gleichen Umfang tötet wie Bakterien.² Die Konzentration, die zum Abtöten von Candida albicans benötigt wird, lautet im Allgemeinen 100 %, wobei die meisten Bakterien bei Konzentrationen von 20 und sogar 10 % abgetötet werden. Zur Prüfung der Frage, ob diese Salbe in vivo ähnliche Eigenschaften besitzt wie Honig und andere High-Tech-Wundverbände, wurde in der klinischen Praxis eine kontinuierliche Beobachtung organisiert.
Patienten und Verfahrensweisen
89 Patienten mit chronischen
Wunden wurden mit L-Mesitran®
behandelt, bis die Wunde ganz geschlossen war. Die
Daten wurden zum Vergleich in den Computer eingegeben.
Die Mehrzahl der Patienten wurde zu Hause von Gemeindeschwestern behandelt.
Nur ein kleiner Teil der Patienten wurde in einem Krankenhaus oder Altersheim behandelt.
Nach Möglichkeit wurde auf den Fotos neben der Wunde das Datum und ein Zentimetermaß abgebildet. In den Fällen, in denen das nicht möglich war, wurde das Datum, an dem das Foto aufgenommen wurde, festgehalten. Keine der Krankenschwestern hat für diese Studie Geld oder einen Ausgleich erhalten. Sämtliche Daten wurden einheitlich mit Hilfe einer kostenlosen Software gesammelt (die Datenbank zur Sammlung einheitlicher Informationen unter MS Access ist zu diesem Fall zu finden unter www.woundcare.be) (siehe Foto 10). Zur Strukturierung wurden anhand der Datenbank dann mit Hilfe von SPSS (Version 10) Statistiken erstellt.
Ergebnisse
Das Durchschnittsalter
der 33 männlichen und 56 weiblichen Testpersonen
betrug 72 Jahre. Die 89 Fälle gliedern sich
wie folgt: 18 Druckgeschwüre, 6 diabetische,
7 inflammatorische, 36 venöse Geschwüre,
8 Schürfwunden und 14 Fälle mit vielfältigem
Krankheitsbild.
Die durchschnittliche Heilungszeit betrug 32 Tage (für alle) Fälle, wobei die längste Heilungszeit 180 Tage dauerte und die kürzeste 3 Tage. Innerhalb der Krankheitsbilder wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Venöse Geschwüre: 35 Tage, Verbrennungen: 13 Tage, Schürfwunden: 16 Tage, Druckgeschwüre: 39 Tage,
Diabetes: 29 Tage, Vielfältige Krankheitsbilder: 66 Tage.
Die Größe der Geschwüre und der Stand des Krankheitsbildes sind bei der Interpretation der Heilungszeit wichtig.
Neben dem Parameter Heilungszeit wurden auch andere berücksichtigt.
Sowohl Krankenschwestern als auch Patienten empfanden die Salbe als sehr angenehm in der Handhabung. Im Allgemeinen trug die Krankenschwester die Salbe auf die Gaze oder auf nicht haftendes Verbandszeug (Meloline®) und dann auf die Wunde auf. Die meisten Krankenschwestern berichteten, dass einmal täglich eine dünne Schicht Salbe zu besseren Ergebnissen führt, als wenn die Salbe großzügig aufgetragen wird. Der Grund hierfür wurde nicht festgestellt. Produkte auf Honigbasis sind oft für ihre brennende Wirkung in den ersten Stunden bekannt. Dieser Schmerz wurde nicht immer genannt, aber die Patienten mit arterieller Insuffizienz klagten fast immer über Schmerzen. Die Schmerzbeschwerden waren in Gruppen mit anderen Krankheitsbildern nicht signifikant.
Analyse je Wundtyp
Venöse Geschwüre: 36
Patienten
Als Erstes überrascht die Tatsache, dass die Heilungszeit venöser Geschwüre sehr unterschiedlich ist und nichts mit der Größe der Geschwüre zu tun hat.
In einigen Fällen verheilten recht große (oberflächliche) Geschwüre von 20 cm² innerhalb von 20 Tagen, wohingegen einige 1 bis 3 cm² große Geschwüre 80 Tage für die vollständige Heilung brauchten.
Wichtiger war jedoch das Ausmaß der venösen Insuffizienz und ob der Patient mit der richtigen Kompressionstherapie behandelt wurde. In 4 Fällen wurden verschiedene Produkte über Monate erfolglos angewandt; erst die Honigsalbe ermöglichte die vollständige Heilung.
Bei einigen Geschwüren, z.B. kleinen, oben auf dem inneren vorstehenden Sprungbein, dauerte die Heilung erheblich länger. Sie wurde meist nicht mit Kompressionstherapie erreicht (denn es wurde keine entsprechende Einlage benutzt). Die Geschwüre, die ausreichend mit Kompressionstherapie behandelt wurden, heilten schneller. Bedauerlicherweise wurde den meisten Patienten zu Hause nicht die richtige Behandlung zuteil. In zahlreichen Fällen bestand das größte Problem darin, den Patienten zur Mitarbeit zu bewegen. Daher ist es recht schwierig, ein Ergebnis zu formulieren. Bei Verwendung der Honigsalbe verheilen diese venösen Geschwüre immerhin rund 33 % schneller als ähnliche Fälle unter den gleichen Bedingungen.
Schürfwunden: Bei den acht Patienten betrug die durchschnittliche Heilungszeit 13 Tage.
Zu dieser Gruppe gehörten zahlreiche Läsionen, von denen einige oberflächlich und andere recht tief sind.
Diese Schürfwunden mit nur einem Hautlappen verheilten innerhalb von 10 Tagen, wohingegen die tiefen (Klasse III) bis zu 30 Tage für die Heilung benötigten. Wiederum reichen diese Zahlen nicht für eine Schlussfolgerung aus. Dennoch zeigt ein Vergleich mit einem üblichen Wundverband, dass die Heilungszeit mit Honigsalbe kürzer ist (33 %).
Diabetes: Diese Gruppe umfasste sechs Patienten mit einer durchschnittlichen Heilungszeit von 29 Tagen, was sehr kurz ist. Die Ursache lag in der geringen Größe der behandelten Wunden. In den meisten Fällen findet die Behandlung großer diabetischer Geschwüre im Krankenhaus statt und endet erfolglos in einer Amputation. Die Wunden der untersuchten Patientengruppe wurden nach Wagner klassifiziert als Klasse II und eine in Klasse III. Bei größeren diabetischen Wunden entspricht die Heilungszeit der anderer Wundverbände.
Druckgeschwür: Dieser Gruppe gehörten 16 Patienten an. Die durchschnittliche Heilungszeit betrug 39 Tage.
Die Größe dieser Geschwüre schwanket, aber in den meisten Fällen waren die Patienten bettlägerig und in recht schlechtem Zustand. Dennoch verheilten alle Wunden.
Die Honigsalbe konnte große Mengen nekrotischen Gewebes entfernen und aufgrund der osmotischen Stärke des Honigs bildete sich schnell Granulationsgewebe.
Verbrennungen: Bei den sieben Patienten dieser Gruppe betrug die durchschnittliche Heilungszeit 13 Tage.
Der Umfang der Verbrennungen war eher geringfügig, aber die Altersgruppe reichte von Säuglingen über Erwachsene bis hin zu alten Menschen. In allen Fällen handelte es sich um Verbrennungen ersten Grades oder um leichte Verbrennungen zweiten Grades. In drei Fällen wurden die Wunden durch eine heiße Flüssigkeit hervorgerufen, in den anderen durch Kontaktverbrennungen.
In einigen Fällen wurde ein Patient sowohl mit Honigsalbe als auch mit einer antiseptischen Salbe (Isobetadine®) behandelt. In diesen Fällen verheilten die mit Honigsalbe behandelten Stellen 40 % schneller als die mit der antiseptischen Salbe behandelten Stellen. Die Salbe ist nicht bei der Behandlung großer Verbrennungen (= mehr als 10 % TBS) getestet worden.
Verschiedene Krankheitsbilder: 12 Patienten mit einer durchschnittlichen Heilungszeit von 66 Tagen gehörten zu dieser Gruppe.
Verschiedene Krankheitsbilder bedeutet, dass es sich um diabetische und Druckgeschwüre sowie vielfältige venöse und arterielle Insuffizienz handelte. Trotz der manchmal schwer zu heilenden Wunden verheilten alle innerhalb eines akzeptablen Zeitfensters.
Leistung im Vergleich
zu anderen Wundverbänden
Auf der Suche nach
einem Bezugspunkt haben wir uns an eine
ältere Datenquelle gewandt, bei der die mit
anderen High-Tech-Wundverbänden behandelten
Fallstudien ebenfalls anhand von Fotos dokumentiert
wurden.
Wir haben auch eine bestehende Datenbank mit 64 Patienten (9 Schürfwunden, 18 Verbrennungen, 15 venöse Geschwüre und 22 Druckgeschwüre) zum Vergleich der Heilungsrate mit L-Mesitran® herangezogen. Siehe Tabelle 1 zum Vergleich der Heilungszeit. Die in der Datenbank behandelten Wundverbände arbeiten alle mit Feuchtheilung. Außerdem gelten alle als High-Tech-Wundverbände. Beispiele: DuoDerm®, Comfeel®, Kaltostat®, OpSite®, Intra Site Gel®, Alevyn®, Elasto-Gel®, Betadin Creme®, Flammazine Creme® ...
Tabelle 1 Vergleich der durchschnittlichen Heilungszeit
Art der Wunden |
Heilungszeit mit anderen Produkten in Tagen |
Heilungszeit |
Unterschied in % |
Schürfwunden |
24 |
16 |
33% |
Verbrennungen |
20 |
13 |
35% |
Venöse Geschwüre |
52 |
35 |
33% |
Druckgeschwüre |
54 |
39 |
28% |
Der generelle Unterschied hinsichtlich der Heilungszeit spricht mit 32 % schnellerer Heilung bei allen Wundarten bemerkenswert zu Gunsten von L-MesitranÒ.

Diskussion
Um einen Überblick über
die gesamte Datenbank zu erhalten, wurden alle Fotos
dieser Fallstudien auf einen großen Tisch gelegt.
Alle Arten statistischer Tests wurden durchgeführt.
Es war allerdings eine frustrierende Erkenntnis,
dass auch 89 umfassend dokumentierte Fälle keine
Grundlage für ein eindeutiges Forschungsergebnis
bilden. Deshalb werden wir die Datenbank für
Wunden auf die gleiche einheitliche Weise (mit der
kostenlosen Software) ausbauen und weitere Fälle
sammeln. Wundpflege lässt sich ganz eindeutig
nur schwerlich im klinischen Rahmen erforschen.
Was kann man in
der klinischen Praxis beobachten?
Eine chronische
Wunde mit schwarzer und gelber Debris. Der Knöchel
wurde von einem schweren Objekt getroffen. Nach sechs
Tagen zeigt sich eine schwarze Kruste. Anfangs hält
der Patient die Wunde trocken und bedeckt sie mit
einem Gazeverband. Nach 12 Tagen wird einmal täglich
L-Mesitran® aufgetragen. Die Wunde wird mit einer
dünnen Schicht Salbe und dann mit einem Gazeverband
abgedeckt.
Typisch für diese nekrotischen Wunden ist das schnelle Aufweichen der harten Kruste, um die herum meist ein roter entzündeter Kreis zu sehen ist.
|
|
|
Wunde nach 3-tägiger Behandlung mit |
Nach drei Tagen ist die Kruste zu 50 % verschwunden und der Entzündungsring verblasst. |
Fall 3
Eine 81-jährige
Frau mit venöser Insuffizienz weist eine Art
Hautruptur auf und sucht einige Tage nach Auftreten
der Wunde einen Arzt auf. Ab dem 28.08.02 wird die
Wunde mit L-Mesitran® behandelt (siehe Foto 7).
Nach sechs Tagen ist das Debridement der Wunde abgeschlossen
und beginnt die Heilung (Foto 8). Wieder 10 Tage
später (insgesamt am 16. Tag) ist die Wunde
verheilt (Foto 9).
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Wunde zu Beginn der Behandlung. |
Wunde nach sechs Tagen Behandlung. |
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Wunde nach 16-tägiger Behandlung mit
L-Mesitran® vollständig verheilt.
Die Salbe wurde auf Gaze (5 x 5 cm) aufgetragen,
mit der dann die Wunde abgedeckt wurde. Die
Patientin verspürte weder Schmerz noch |
Photo 7 Wunde zu Beginn der Behandlung Foto 8 Wunde nach sechs Tagen Behandlung

Wirkungsweise der
Honigsalbe
Nekrotische Geschwüre:
-> schnelles autolytisches und osmotisches Debridement
(mit sichtbarer Entzündung) -> Ableitung
von Flüssigkeit aus der Wunde aufgrund der osmotischen
Wirkung; dabei wird gleichzeitig die Bildung von
Granulationsgewebe angeregt -> Stimulation der
Ephithelialisation durch die feuchte und fettige
Umgebung -> schnelles Schließen der Wunde.
Oft wird eine dunkelrote Narbe auftreten. Wenn sich diese dunkelrote Narbe weiß färbt, sobald man darauf drückt, ist das sichtbare venöse Geflecht für diese Färbung verantwortlich. Dieser typische Effekt rührt vermutlich daher, dass die Epithelschicht recht dünn und klar ist und sehr gutes Granulationsgewebe gebildet worden ist.
Nach einigen Wochen verschwindet die dunkelrote Farbe.
Schlussfolgerung
Die Honigsalbe erzielt
mindestens die gleiche Wirkung wie andere High-Tech-Wundverbände.
Die klinischen Ergebnisse entsprechen den Berichten über die Wirkung von Honig in der Wundpflege, die in der internationalen Literatur zu finden sind. Mit der Software können wir Wundpflegedaten unterschiedlicher Einrichtungen auf einheitliche Weise sammeln.
Das ist der erste dokumentierte klinische Versuch mit Honigsalbe. Zur Bestätigung dieser vielversprechenden Ergebnisse müssen weitere Fälle dokumentiert werden.
Verwendete Literatur
[1] MOLAN, P C (2001) Why honey is effective as a medicine, In Munn, P A (ed) Honey and healing, IBRA; Cardiff, UK; pp 5-13, 14-26.
[2] MOLAN, P C (1999) Why honey is effective as a medicine. Part 1.The nature of the antibacterial activity. Bee World 73(1): 5-28.
[3] WILLIX, D J; MOLAN, P C;HARFOOT, C G (1992) A comparison of the sensitivity of wound infecting species of bacteria to the antibacterial activity of manuka honey and other honey. Journal of Applied Bacteriology 73: 388-394.
[4] COOPER, R A; MOLAN, P C; HARDING, K G (1999) Antibacterial activity of honey against strains of Staphylococcus aureus isolated from infected wounds. Journal of Royal Society of Medicine 92: 283-285.
[5] COOPER, R A;MOLAN, P C (1999) The use of honey as an antiseptic in managing Pseudomonas infection. Journal of Wound Care 8: 161-164.
[6] COOPER, R A;WIGLEY, P;BURTON, N F(2000) Susceptibility of multiresistant strains of Burkholderia cepacia to honey. Letters in Applied Microbiology 31: 20-24.
[7] COOPER, R A; MOLAN, P C; HARDING, K G (2002) The sensitivity to honey of Gram-positive cocci of clinical significance isolated from wounds. Journal of Applied Microbiology, 93, 857-863.
[8] KARAYIL, S; DESHPANDE, S D, KOPPIKAR, G (1998) Effect of honey on multidrug resistant organisms and its synergistic action with three common antibiotics. VJ Postgrad Med Oct-Dec;44(4):93-6.
[9] CEYHAN, N;UGUR, A (2001) Investigation of in vitro antimicrobial activity of honey. Riv Biology May-Aug 94(2): 363-71.
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[11] MOLAN, P C (1999) The role of honey in the Management of wounds. Journal of Wound Care 8(8): 415-418.
[12] DUNFORD, C;COOPER, R A;MOLAN, P C; WHITE, R (2000) The use of honey in wound Management. Nursing Times (NT plus) 96(14): 7-9.
[13] CAVANAGH D, BEAZLEY J, OSTAPOWICZ F. (1970) Radical operation for carcinoma of the vulva. A new approach to wound healing. Journal of Obstetrics and Gynaecology of the British Commonwealth.77(11): p. 1037-1040.
[14] EFEM SEE (1988) Clinical observations on the wound healing properties of honey. Br J Surg. 75: p. 679-681.
[15] ARMON PJ, (1980) The use of honey in the treatment of infected wounds. Tropical Doctor. 10, p.91.
[16] HEJASE MJ, E SJ, BIHRLE R, COOGAN CL.(1996) Genital Fournier’s gangrene: experience with 38 patents. Urology 47(5): p. 734-739.
[17] MOLAN, P. (2002) Re-introducing honey in the Management of wounds and ulcers – Theory and Practice, OstomyWoundManagement, November, 48,p.28-40.
[18] JONES, H R (2001) Honey and healing through the ages. In Munn, P A (ed) Honey and healing. IBRA; Cardiff, UK; pp 1-4.
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